Krähenmädchen

„Wie viel kann ein Mensch ertragen, bevor er selbst zum Monster wird?“

Alles fängt an mit einem Mord. Ein kleiner Junge. Misshandelt und entstellt. Gefunden in einem Park in Stockholm. Ein Mord ohne Verdächtige. 

Und es bleibt nicht bei einem Mord. Immer mehr Jungen werden gefunden. Der Fall ist so undurchsichtig, dass Kommissarin Jeanette Kihlberg gezwungen ist, sich Unterstützung von Psychologin Sofia Zetterlund zu holen. Diese ist spezialisiert auf Menschen mit multiplen Persönlichkeiten, wie es bei einer ihrer Patienten, Viktoria Bergmann, der Fall ist. 

Und während die Mordfälle immer undurchsichtiger werden und Jeanette Kihlberg immer weiter im Dunklen tappt, beschleicht Sofia Zetterlund das dumpfe Gefühl, bei Patientin Viktoria Bergmann irgendein wichtiges Detail zu übersehen…

„Krähenmädchen“ ist der erste Teil der Viktoria-Bergmann-Triologie und wurde geschrieben von Autorenduo Erik Axl Sund, hinter dem sich Jerker Eriksson und Hakan Axlander Sundquist verbergen. Der Psychothriller ist im Goldmann Verlag erschienen und als broschierte Version für 12,99 Euro erhältlich. Erstmals auf Deutsch erschien das Buch am 21. Juli 2014. 

Zu Beginn ist das Buch für den deutschen Leser womöglich erstmal etwas verwirrend, da man schon auf den ersten Seiten mit vielen schwedischen Namen sowie Ortsnamen konfrontiert wird. Daran gewöhnt man sich jedoch relativ schnell. 

Ohne viel Vorgeschichte steigt man sofort in die Geschichte ein, deren ungewöhnlich geschriebener Prolog sofort Interesse weckt. Dabei ist man den Charakteren beim Lesen selbst keinen Schritt voraus und fiebert so auf jeder Seite mit den Protagonisten mit. Man erlebt jeden Moment zusammen mit den Figuren, grübelt und schaudert auf jeder Seite.

Durch vereinzelte Rückblenden erhält man  zudem einen interessanten Einblick in das Leben der Charaktere, mit so manchem erschreckendem Detail. 

Besonders auf den letzten 150 Seiten entwickelt​ sich „Krähenmädchen“ mit einer unvorhersehbaren Wendung von einem guten zu einem außergewöhnlichen Buch. Das Tempo der Geschehnisse steigert sich stetig mit jeder Seite, die Handlung ist verzweigt, aber trotzdem gut nachvollziehbar.

„Krähenmädchen“ ist ein spannendes Buch mit einer bizarren Geschichte und daher nichts für schwache Nerven. 
Dennoch hat Autorengespann Erik Axl Sund auf 478 Seiten einen mitreißenden und außergewöhnlichen Psychothriller geschrieben. Ich freue mich schon sehr darauf, die Fortsetzung zu lesen und bin gespannt, ob die weiteren Teile mich ebenso überzeugen können. 

Ich gebe „Krähenmädchen“ 4,5 von 5 Sternen! ⭐

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